Leuchtdioden werden entsprechend ihrem Einsatzgebiet und physikalischen Anforderungen in verschiedenen Bauformen gefertigt. Hierbei sind Baugröße, Abstrahlcharakteristik, Lichtausbeute und Wärmeverhalten die wichtigsten Kriterien. Im Laufe der Jahre haben sich folgende grundsätzliche Bauformen etabliert:
COB - Technologie
Bei dieser Bauform wird die Diode direkt auf eine Platine aufgeklebt und durch so genannte Bonddrähte mit den Leiterbahnen der Platine elektrisch verbunden. Da es hierbei keinen Reflektor gibt, wird ein Abstrahlwinkel von bis zu 180 Grad erreicht. Durch die geringe Baugröße lassen sich bis zu 100 Dioden auf einen Quadratzentimeter platzieren. Besonders für die Hinterleuchtung von Displays geeignet. Durch das Aufbringen eines Epoxydharz-Tropfens wird die LED geschützt und kann auch in der Lichttechnik verwendet werden.
SMD - Technologie
SMD - LEDs sind Dioden die in ein Gehäuse, dem so genannten „Package“ eingebaut sind. Hierbei wird die Leuchtdiode in einen Reflektor gesetzt welcher sich im Package befindet. Das Gehäuse wird anschließend vergossen so das die Leuchtdiode hermetisch abgeschlossen ist. Die elektrische Kontaktierung geschieht über die „Füße“ die im Inneren mit der Diode verbunden sind. Diese Bauform ist trotz des Gehäuses relativ klein und kann über übliche Bestückungsmaschinen weiter verarbeitet werden.
Standard LEDs
Standard LEDs sind wohl die bekanntesten LEDs. Sie tauchen in fast jedem Elektrogerät als Signal- oder Indikatorleuchte auf. Bei der Standard LED wird die Diode in einen Reflektor eingesetzt welcher vollkommen in einem transparenten Epoxydharz - Gehäuse eingegossen wird. Die Kontaktierung erfolgt über die „Beine“. Durch diese Bauform wird die Diode optimal geschützt und kann einfach maschinell verarbeitet werden. Verschiedene Größen und Gehäuseformen sind für unterschiedliche Anwendungen vorhanden.